Der Weg des Tees oder das Ding mit dem Kaffeefleck


Teezeremonie in Japan

Wir alle hatten schon solche Tage: Du fällst aus dem Bett – hast natürlich verschlafen. Anstatt den Kaffee zu schlürfen, schüttest Du ihn über deine neue weisse Bluse. Nachdem Du dein alltagstaugliches, natürliches Makeup aufgetragen hast, siehst Du aus wie ein Showgirl, das in einem Varieté am Broadway das Finale tanzt. Du gibst alles um den Zug nicht zu verpassen, und während Du zum besagten Zug sprintest – in Highheels – wirst Du fast von einem Auto erfasst und verpasst den Zug dann doch um Nanosekunden.


Fluchend auf dem Bahnsteig

Diese Situationen bleiben sind Dir unbekannt? Gut! Mir sind sie sehr wohl bekannt. Während ich stampfend und fluchend auf dem Bahnsteig stehe und mich immer wieder frage: «Warum passiert das nur mir? (ich war die einzig Anwesende auf dem Bahnsteig mit weisser Bluse, inklusive Kaffeeflecken drauf). «Was will das Karma – diese Bitch – mir damit sagen?»

Raus!

Wie auch immer die Situation aussieht, Du weisst, Du musst diese nutzen auch wenn diese noch so doof ist und umwandeln, denn so geht’s ja nicht weiter.

Genau in solchen Momenten will man sich einfach nur noch in Selbstmitleid suhlen. Dann solltest Du schleunigst den Pause Knopf drücken.

Das Problem ist, dass dein Kopf übervoll ist und du möglichst viel auf einmal erledigen willst um möglichst effizient zu sein.


Und wie löst man das Problem jetzt?

Ich habe es auf die harte Tour gelernt: Ich wurde von einer Japanerin erzogen.

Unzählige Male hat sie mir versucht zu erklären, dass es nichts bringt und auch nicht funktioniert; während dem Gehen etwas zu trinken und gleichzeitig den Lieblingssong zu trällern.

Ich wollte immer alles möglichst effizient machen, indem ich alles zusammen gleichzeitig machte, aber ich war mit meinem Vorgehen, damals wie auch heute, nicht effizient. Ich brauchte etwas Zeit um ihre Hartnäckigkeit anzuerkennen und dafür tiefe Dankbarkeit zu empfingen.

Worin sind die Japaner nun wirklich gut und was haben sie in ihrem Blut? Achtsamkeit

Sie leben nicht nur danach, nein es wird komplett ausgekostet und zelebriert:

Tu ein Ding auf einmal und nur ein Ding und konzentriere dich nur darauf.

Wenn Du die Tür öffnest, öffne die Tür.

Wenn Du dir Tee einschenkst, schenk dir Tee ein.

Wenn Du mit jemandem eine Konversation hast, dann konzentrier dich nur darauf und darauf was der andere sagt, und dazu noch: Lass den anderen aussprechen!

Auch ein ganz schönes Beispiel ist die japanische Teezeremonie. Es ist eine Zeit der Zentriertheit, der Achtsamkeit und Anmut. Lebe den Moment, im Moment und geniess diesen in vollen Zügen. Denke nicht an Dinge die dir in der Vergangenheit passiert sind, oder Dinge die Du in der Vergangenheit getan oder gesagt hast. Denke nicht an die Zukunft, was noch alles passieren könnte.

Sei einfach im Hier und Jetzt und koste diesen einen Moment voll aus, auch wenn es nur der Moment ist einen Schluck Kaffee zu trinken.

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